HAMLET ODER WAS IST HIER DIE FRAGE?

 

 

Shakespeares bekanntestes Stück von der Tragödie des armen Dänenprinzen als Wiener Volksstück? Warum nicht?

 

Hamlet (Robert Finster), der hier eigentlich Herbert Auer-Weißblech-Most heißt, kehrt aus seinem Internat zurück und findet eine verlotterte unmoralische Gesellschaft vor. Seine Mutter Gertrud (Sylvia Haider) hat Onkel Claudius (Christian Futterknecht) geheiratet, um den Kunsthandel weiterführen zu können.

 

Der geschwätzige Geschäftspartner Polonius Pimpfelhuber (Peter Streimelweger)

ist ein schleimiger Intrigant. Dazu kommt der nur auf seinen Vorteil bedachte Rogü (Fridolin Meinl) als Faktotum des Hauses. Als dann auch noch der Geist des ermordeten Vaters (Peter Lodynski) erscheint, nimmt die Tragödie ihren Lauf.

 

Ophelia (Carola Pojer), als einzige entrückt in die Realität, erkennt: hier sind alle wahnsinnig. Mit dem Eintreffen des Laertes (Peter Streimelweger) treibt die Handlung ihrem blutigen Ende zu. Es wird gestochen und vergiftet. Erst ganz am Ende der schauerlichen Geschichte besinnt sich der Geist, kehrt zurück und verteilt die Karten neu.

„Gott sei Dank!“ kann man da nur sagen.

 

Hamlet oder Was ist hier die Frage? hält sich getreu an Shakespeares Vorlage und ist doch sehr heutig und sehr wienerisch. Ein hinterfotziger, die Gesellschaft dekuvrierender Spaß für Jung und Alt.